JEDER ZAHN IST NUR SO GUT WIE SEINE WURZEL.

DA SIND WIR KONSERVATIV!

In den meisten Fällen erfolgt eine Wurzelkanalbehandlung aufgrund bakterieller Besiedelung des Zahnes oder Schädigung des Zahnes durch einen Unfall. Als Folge dieser Reize entsteht eine Entzündung im Zahninneren. Diese kann symptomatisch – also mit Schmerzen – oder unbemerkt ablaufen. Das Zahninnere besteht aus Blut- und Nervengefäßen (Pulpa), die sich im Wurzelkanalsystem befinden. Die Abwehrleistung der Pulpa ist eingeschränkt und somit bleibt eine solche Entzündung oftmals bestehen.

Um die Erhaltungswürdigkeit Ihres Zahnes zu analysieren, wird nach eingehender Untersuchung eine individuelle und ausführliche Beratung zu Ihren Therapiemöglichkeiten durchgeführt. Außerdem wird die Prognose für die Behandlung Ihres Zahnes eingeschätzt. Mit neuesten Techniken, Füllungsmethoden, Instrumenten und Werkstoffen lassen sich heute auch schwierige Wurzelkanäle Erfolg versprechend behandeln. Die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltungskunde gibt eine Erfolgswahrscheinlichkeit mit bis zu 95% für eine Erstbehandlung an. Handelt es sich um eine Zweitbehandlung – also die Erneuerung einer bereits bestehenden, nicht intakten Wurzelfüllung – liegt die Erfolgswahrscheinlichkeit bei bis zu 80%.

Ablauf

Zunächst wird die Karies vollständig entfernt und bei bereits starkem Substanzverlust der Zahn wieder aufgebaut (präendodontischer Aufbau), um eine keimdichte Behandlung des Zahnes zu ermöglichen.

Der Zahn wird für die Behandlung durch ein Gummituch von der Mundhöhle isoliert. Somit können keine weiteren Bakterien während der Behandlung in das Zahninnere eindringen und Spülflüssigkeiten, die zur Beseitigung der Bakterien im Kanalsystem eingesetzt werden, nicht in den Körper gelangen.
Die moderne Endodontie kann nur durch Vergrößerungen über ein Mikroskop erfolgen, welches dem Zahnarzt die notwendige Übersicht gewährt und damit den maximalen Behandlungserfolg ermöglicht. Nach Eröffnung des Zahns werden mit Hilfe des Dentalmikroskops bis zu einer 24-fachen Vergrößerung die Eingänge der Wurzelkanäle aufgesucht und dargestellt. Die Kanaleingänge werden so aufbereitet, dass ein ausreichender Zugang zum Wurzelkanalsystem geschaffen wird, der Zahn aber nicht unnötig durch zu großen Substanzabtrag geschwächt wird. Mit Hilfe des Dentalmikroskops ist es auch möglich, Fremdkörper in den Wurzelkanälen wie z. B. abgebrochene Instrumente und Wurzelstifte darzustellen und diese zu entfernen.
Die Wurzelkanäle werden zunächst vorsichtig mit feinen Handinstrumenten bis zu den Wurzelspitzen ausgetastet. Es folgt die Bestimmung der Wurzelkanallänge (Arbeitslänge) mittels elektrometrischem Messverfahren. Die Arbeitslänge wird mit Hilfe von digitalen Röntgenbildern überprüft. Im weiteren Verlauf werden die Wurzelkanäle mechanisch und chemisch aufbereitet. Die mechanische Aufbereitung erfolgt mit Handinstrumenten und maschinell mit Nickel-Titan-Einwegfeilen. Die chemische Aufbereitung erfolgt mehrfach mit einer ultraschallaktivierten, antibakteriellen Desinfektionsspülung. Damit lässt sich unserer Erfahrung nach der Behandlungserfolg erheblich steigern.

Nach gründlicher Aufbereitung der Kanäle werden diese mit einem biokompatiblen Wurzelfüllmaterial gefüllt. Dazu wird die Guttapercha erwärmt und anschließend im Kanalsystem kondensiert (thermoplastische Füllung). Der Zahn wird abschließend mit einem keim- und speicheldichten Kunststoffaufbau versehen. In manchen Fällen ist es notwendig, einen Stift im Kanalsystem einzubringen, um der Füllung ausreichend Halt zu geben. Zum Prüfen des Behandlungserfolges werden nach der Wurzelfüllung weitere Röntgenbilder angefertigt.

Zwingend ist die abschließende Wiederherstellung der Zahnkrone, die Restauration muss die Restsubstanz überkuppeln und damit langfristig bakteriendicht stabilisieren. Hier eignen sich am besten adhäsiv geklebte Keramik-Overlays, Teil- oder Vollkronen.

Recall

Nachdem die entzündungsfreie Interaktion Ihres Zahnes via Wurzelkanal wiederhergestellt wurde, sollten Sie uns in gewissen Zeitintervallen zur Kontrolle in unserer Zahnarztpraxis in Brandenburg besuchen. Diese Check-up-Termine, bei denen die Regenerationsfortschritte mit verschiedenen, bildgebenden Verfahren begleitet werden, dienen einzig dem Ausschluss einer erneuten Entzündung (eines Rückfalls) während der Heil- und Erholungsphase. Sie helfen uns und Ihnen, das Projekt Zahnrettung erfolgreich und zukunftsorientiert abzuschließen.